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Patenbitten SpVgg Pittenhart

Patenbitten SpVgg Pittenhart

 

Die Freundschaft zwischen dem TV Obing und der SpVgg Pittenhart soll weiterhin wachsen und gedeihen. Für Freibier und Essensmarkerl für alle Teilnehmer des TV machen die Obinger den Göd für das 50. Vereinsjubiläum, das gemeinsam mit den Burschen vom 12. Juni bis zum 24. Juni in Pittenhart gefeiert wird.

Nicht wenige TV-Mitglieder rieben sich in den vergangenen Tagen verdutzt die Augen, als sie zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Gasthaus zur Post "Beim John" eingeladen wurden. Bei genauerem Hinsehen wurde dann schnell klar, dass es sich dabei um das Patenbitten der SpVgg Pittenhart handeln sollte.

Wer die beiden Sportvereine kennt, weiß, dass das Aufeinandertreffen recht unterhaltsam sein kann. Schon beim Gründungsfest des TV vor vier Jahren hatten die Pittenharter ja als guter Göd ihre Feiertauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dementsprechend freudig wurde die Abordnung des Nachbarvereins vom TV-Vorsitzenden Thomas Schmitz begrüßt und dann auch gleich gefragt, "ob so viele Pittenharter nach Obing gekommen sind, weil sie eine Fusion wollen?". Der Vorsitzende der SpVgg wollte sich diese Option für später offenhalten und rückte vorsichtig mit dem eigentlichen Grund des Besuchs heraus.

Die Klärung der Modalitäten überließ Schmitz dem ehemaligen Festleiter Bastian Klaus. Der bat Pittenharts Bürgermeister Hans Spiel, Markus Guggenhuber, Hartmut Teetz und Michael Reithmeier von der SpVgg sowie Patenbraut Steffi Roth und das Pittenharter Unikum Alfred Schöberl zum Scheitlknien. Klaus überzeugte sich gleich zu Beginn davon, dass seine Verhandlungspartner ohne Hilfsmittel und Knieschoner in die Verhandlungen gingen. Dabei zeigten sich die Gäste aus Pittenhart anfangs recht widerspenstig. Sehr zur Belustigung der Besucher im Postsaal. Vor allem Spiel und Schöberl stellten ihre Qualität als Entertainer unter Beweis und nutzten nebenbei jede nur erdenkliche Möglichkeit, um dem kantigen Holzscheit zu entkommen. Immer wieder sprangen sie auf, um Witze zu erzählen und Fastenprediger Schöberl toppte das Gemeindeoberhaupt nur musikalisch. Er stimmte das hohe Lied auf "das gute, bayrische Bier" oder auch die Bayernhymne an war und sonst für jeden Spaß zu haben. Schlagfertig bot er dem Obinger Verhandlungsführer Paroli und kündigte schon mal vorsorglich an, dass die Obinger in Pittenhart "Kultur pur" erleben würden. Schließlich bot er auch an, drei Liter Bier zu bezahlen, die er allerdings selber trinken wollte. Als Geschenk hatten die Gäste - wie könnte es anders sein - Kartoffeln in loser Form und auch als Kartoffelbrot, garniert mit Handwürsten, dabei. Begleitet wurden sie von der Obinger Blaskapelle.

Das freute die Obinger zwar, allein damit wollten sie sich jedoch nicht zufrieden geben. Die hatten für alle Teilnehmer zwei Mass Bier und ein Essen für den Festsonntag und das Doppelte für den Festabend gefordert. Das war den Pittenhartern jedoch zu viel. Bürgermeister Spiel bot an, zehn Liter Bier aus seinem Privatvermögen zu bezahlen, denn das Gemeindegeld werde "für einen Gemeindebulldog gebraucht."

Um die Bittsteller schließlich gefügig zu machen, fuhren die Obinger schließlich schärfere Geschütze auf. Mit zweifelhaften Köstlichkeiten wie Kartoffelbrei mit Schokocreme und Salzhering bekamen sie die Gäste klein. Um weitere Leckereien zu vermeiden boten die Pittenharter schließlich an, jeden Teilnehmer des TVs am Festabend mit Essen zu versorgen und am Festsonntag für das nötige Getränk zu sorgen. ca

(aus OVB online)

 

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